Weiterbildung: Texter Karriere-Kickstart & Kurs für Texter. Wann eine Texter-Ausbildung sinnvoll ist und welche 4 Fähigkeiten jeder erfolgreiche Texter braucht.

tl;dr

Was lerne ich in einem Kurs für Texter?

Wenn du als freiberuflicher Texter erfolgreich sein willst, baut dein Texter-Unternehmen auf vier Säulen auf: Handwerk Texten, Marketing, SEO und Organisation. Kurse decken entweder all diese Bereiche oberflächlich ab oder gehen in einem Bereich in die Tiefe.

Bringt ein Kurs für Texter was?

Ja! Je besser du das Handwerk Texten beherrscht, desto mehr Mehrwert lieferst du deinen Kunden. Darum kannst du mehr Geld für deine Texte verlangen. Wenn deine Marketingmaschine läuft, wirst du außerdem von Kunden gefunden statt umgekehrt. SEO hilft beim Online-Texten und beim Content Marketing. Und mit schlauer Organisation bringst du mehr Arbeit in weniger Stunden unter.

UNGEDULDIG? SPRING ZU DIESEN THEMEN:

Kurs für Texter - Wie werde ich eigentlich Texter?

  • Kann ich quer einsteigen?
  • Brauche ich einen Texter-Kurs oder eine Ausbildung zum Texter?
  • Gibt es eigentlich eine Schule für Texter?
  • Wann ist eine Weiterbildung für Werbetexter sinnvoll, und was soll sie abdecken?

Und das Wichtigste: 

Kann ich als Texter echt Geld verdienen, und wie viel?

Nachdem du auf diesem Post gelandet bist (hurra und herzlich willkommen!), nehme ich mal ganz frech an, dass das Fragen sind, die auch dir hin und wieder schlaflose Nächte bereiten.

Welche von diesen Persönlichkeiten du auch bist: Ich habe schon mal in deinen Schuhen gesteckt – und sie mittlerweile gegen welche ausgetauscht, die eine Nummer größer und business-mäßiger sind. Aber wie habe ich das angestellt? Habe ich eine Online Texter Ausbildung besucht?

Jup, da sind wir schon wieder bei deinen Fragen! Bevor ich die ausführlich beantworte, gibt’s einen kurzen Überblick über … moi.

Meine persönliche Intensiv-Schule für Texter

Es war das Jahr 2018. November, also gerade Sommerbeginn in Australien. Und trotz dem strahlend blauen Himmel vor meinem Fenster war ich an der Grenze zur Depression. „Das habe ich nicht verdient“, murmelte ich. „Und du auch nicht, stimmts, Paul?“ Leider konnte besagter Paul mich nicht hören. Er kannte mich nicht – und würde mich auch nie kennenlernen. Und das fand ich verdammt traurig. Paul war der Gründer eines echt cool klingenden Logistikunternehmens, dessen Website ich gerade betextete. Weil mich die Content-Agentur, für die ich für 14 Euro pro Seite schrieb, dorthin gewiesen hatte. Nur: Ich hatte keine Ahnung, welche Werte Paul wichtig waren. Warum er sein Unternehmen gegründet hat, welche Version er verfolgt und wer seine Traumkunden sind. Und ohne diese absolut essenziellen Informationen konnte ich natürlich auch keine genialen Texte schreiben, die Pauls zukünftige Kunden sagen lassen „Ja, ich will mit dir arbeiten“!

Dass ich mir für ein Spottgeld 350 Wörter über Logistik aus den Fingern saugen – und Paul ein Vielfaches davon für Texte zahlen sollte, in denen er sich höchstwahrscheinlich nicht wiederfinden würde – das hatte einfach keiner von uns beiden verdient. An diesem australischen Sommertag habe ich drei Dinge erkannt:

Nische: Texterin für nachhaltiges

Und genau darum habe ich beschlossen, diese Texter-Sache ein bisschen ernsthafter anzugehen. Ich habe damals ABER KEINEN Kurs für angehende Texter besucht, und auch nicht an einer Weiterbildung für Werbetexter teilgenommen. Weil ich einerseits keine Ahnung hatte, was das bringen würde (gut schreiben konnte ich laut meiner Deutschlehrerin schließlich schon). Und andererseits hatte ich auch nur Kurse für rund € 1000 entdeckt. Eine zuuu stolze Summe, wenn ihr mich fragt!

Im Selbststudium habe ich mich dann als Erstes mit dem Thema “Kunden finden” auseinandergesetzt. Bin dabei über Nischen, Zielgruppe, gute vs. miese Websites gestolpert. Viel gelesen, viel gelernt, viele Fehler gemacht und wenige vermieden. Trotz meiner Selbst-Schule für Texter bin ich irgendwann ans vorläufige (Marketing)-Ziel gelangt. Aber dabei habe ich garantiert länger gebraucht, als wenn mich jemand mit einem Kurs an die Hand genommen hätte. Als Nächstes habe ich dann doch erkannt, dass gut schreiben zu können eben nicht gleich einen genialen Texter aus mir macht, und mich intensiv mit entsprechenden Büchern weitergebildet (Deutsch für junge Profis von Wolf Schneider war eines davon). Die SEO musste ich dabei nebenbei auch mitnehmen – und wie ich am produktivsten bin, habe ich durch Trial & Error erkannt.

Auch nachhaltigkeits-Texter?

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Mittlerweile (1,5 Jahre später) arbeite ich knapp 20 Stunden pro Woche, komme auf einen gemütlichen Durchschnitts-Monatslohn im mittleren vierstelligen Bereich (und zwar, ohne Kurse zu verkaufen, sondern wirklich mit Texten) und freue ich darüber, dass ich nur noch Aufträge annehmen muss, die mich echt begeistern.

Die Moral von der Geschichte: Ich bin auch OHNE TEXTER-KURS ans Ziel gelangt. Aber ich hätte mir rückblickend garantiert viel Zeit, Mühe und Doppel-Arbeit gespart, wenn ich bereit gewesen wäre, in ein Experten-Training zu investieren.

Viele Texter-Kollegen sind sogar noch erfolgreicher als ich, arbeiten mit großen Marken oder sind ein halbes Jahr im Vorhinein ausgebucht. Andere dagegen kämpfen um jeden einzelnen Kunden, versuchen verzweifelt, günstiger zu sein als die Konkurrenz, und bekommen trotzdem keinen einzigen vernünftigen Job.

Aber woran liegt es, dass die Texter-Gemeinde SO breit gespalten ist?

Die wichtigsten Fähigkeiten als Texter - 4 Säulen zum Erfolg

Ich habe die Sache ganz objektiv betrachtet, mich bei Kollegen umgehört, Bücher gelesen und schlussendlich 4 Bereiche identifiziert, die gute Texter – bewusst oder unbewusst – richtig machen. Und jene Texter, die vor sich hin kämpfen, leider nicht.

Die vier Bereiche sind:

Es gibt 4 Bereiche, die gute Texter – bewusst oder unbewusst – richtig machen. Und jene Texter, die laufend vor sich hin kämpfen, leider nicht.

Ausbildung als Texter: Die Inhalte im Detail

HAndwerk Texten

1Handwerk Texten: Texten kann man lernen – und wenn du dir dein Handwerk teuer bezahlen lassen willst, musst du es auch fehlerfrei beherrschen! Wer texten kann:

  • kennt die wichtigsten Online-Textgattungen
  • weiß, welche Marketingtexte konvertieren und welche langweilen
  • schafft es, die jeweilige Zielgruppe so anzusprechen, dass sich der Leser tatsächlich verstanden fühlt
  • verwandelt auch langweilige Inhalte in spannende Stories
  • kennt die deutsche Sprache mit ihren gemeinen Rechtschreibfallen und weiß, wie er sie umschifft
  • kann die eigenen Texte so korrekturlesen, dass Fehler eliminiert statt überlesen werden

Marketing

2Marketing: Wie sonst sollen deine Kunden dich finden? Zum Marketing gehören:

a. Nische und Zielgruppe: Wem willst du was verkaufen? „Alles für alle“ ist leider kein bisschen sexy.

b. Website: Dein Portfolio und dein stärkster Marktschreier. Richtig eingesetzt, findet die Website deine Kunden. Du brauchst keinen Finger zu krümmen.

c. Kommunikation: Networking, Social Media, Blogbeiträge. Zeig potenziellen Kunden, dass du echtes Expertenwissen hast, professionell arbeitest – und außerdem ein wirklich netter Mensch bist.

SEO

3SEO: Gehört ein bisschen zum Handwerk Texten (bzw. Verfassen von Texten) und ein bisschen zum Marketing, aber unbedingt zu einem erfolgreichen Unternehmen. Wenn du kein Bock auf SEO hast, verschenkst du unglaublich viel wertvolles Potenzial! SEO-Wissen, dass unbedingt in deinen Werkzeugkasten muss:

a. Was sind Keywords, welche sind sinnvoll und welche nicht (Spoiler Alert: Der Versuch, für das Wort „Texter“ zu ranken, ist nur in den allerseltensten Fällen von Erfolg gekrönt!)

b. Wie optimierst du Texte und Webseiten für die Suchmaschine?

c. Was sind Metadaten?

Organisation

4Organisation: Schlau geplant ist weniger gearbeitet!

a. Stundensatz richtig festlegen

b. Techniken implementieren, mit denen du auch in Home Office in den „Flow“ findest

c. Finanzplanung und sinnvolle Investititionen

d. Time Tracking

e. Angebote, Bestätigungen und Honorare

f. ortsunabhängiges Arbeiten aus dem europäischen Ausland oder von Übersee

Pro-Tipp

Lass deine Website von einem Texter-Kollegen korrekturlesen. Ich kann dir dabei helfen.

Welcher Kurs für Texter passt zu mir?

Und was lernen wir daraus? Welche Ausbildung oder welchen Kurs du brauchst, wenn du den Beruf Texter lernen willst, hängt ganz davon ab, welches Vorwissen du mitbringst. Fortgeschrittene Texter beschäftigen sich eher mit Dingen wie Marketing und Organisation. Für quereinsteigende Online Texter hat die sprachliche Umsetzung von Ideen und Unternehmenssprache Priorität. Du weißt am besten, in welchen Bereichen du schon sattelfest bist, und wo du dich noch weiterentwickeln kannst.

Welche Ausbildung oder welchen Kurs du brauchst, wenn du den Beruf Texter lernen willst, hängt ganz davon ab, welches Vorwissen du mitbringst.

Ausbildung zum Werbetexter: Allgemein vs. spezifisch

Eine generelle Ausbildung für den Berufszweig Texter deckt all diese Bereiche grob ab. Ich empfehle dir aber, erst einmal deine Stärken und Schwächen zu identifizieren. Dann dort anzufangen, wo du am dringendsten mehr Skill brauchst. Und danach weiterzumachen, wo der Schuh etwas weniger drückt.
Ich zum Beispiel hatte zu Beginn meiner Texter-Karriere null Ahnung von Marketing, konnte aber gut schreiben (danke, Journalismus-Studium) und wusste auch grob, was es mit der SEO auf sich hat. Darum habe ich mich erst mal auf den Marketing-Part konzentriert. Die Organisationsseite kam dann auch bald dazu. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass meine Texte noch ein bisschen besser und schärfer werden könnten. Weil ich meinen Kunden unbedingt den Extra-Mehrwert bieten wollte, den sie meiner Meinung nach verdient haben, habe ich mir von einem etablierten Werbetexter viele kreative Tricks abgeschaut.

Welcher Bereich ist für selbstständige Texter am wichtigsten?

Ich bin recht überzeugt davon, dass dich nur die Kombination dieser Bausteine langfristig mit echtem Erfolg belohnt. Aber falls du gerade loslegst, empfehle ich dir, dich bei deiner Online Texter Ausbildung auf das Handwerk Texten zu konzentrieren. Wenn du deine ersten Kunden (meist Low Hanging Fruits, also Menschen aus deinem Bekanntenkreis) mit deinem Texterkönnen umhauen kannst, empfehlen die dich eher weiter, als wenn du ein paar Fehler in deine Schreibe streust und an der Kernbotschaft vorbeitextest. So hast du zumindest schon ein paar Jobs am Haken, während du dich mit dem Marketing beschäftigst. Parallel solltest du etwas SEO-Wissen einfließen lassen. Und wenn du merkst, dass deine Arbeitsorganisation hinkt oder du zu wenig Kohle für zu viel Arbeit verlangst, wird es Zeit für einen Crashkurs zum Thema Organisation.

Spezialtipp

Wenn du mit einer bestimmten Herausforderung kämpfst, könnte eine Beratung von einem erfahrenen Texter dir den nötigen Durchblick verpassen. Das biete ich übrigens auch an. Scheib mir hier!

Jetzt im Klartext: Brauche ich einen Kurs oder eine Ausbildung, wenn ich Texter werden will?

Nein, nicht unbedingt. Das Internet ist eine Hammer-Sache, weil du so ziemlich jede Info für … Null Euro … beziehen kannst (die Kosten für deinen Provider, dein Smartphone und dein Zeitinvestment nehme ich da jetzt mal raus – fürs Erste). Der Nachteil an der Sache ist allerdings: Du kannst jede Information dieser Welt für Null Euro ausbuddeln. Und läufst darum Gefahr, von der eigentlichen Spur abzukommen, während du versuchst, wichtige Informationen auszubuddeln. Nehmen wir doch mal das Thema SEO: Du willst vielleicht einfach nur wissen, welche Keyword-Tools es gibt und wie viel sie kosten (Heißer Tipp: Nutz Gratis-Testversionen; aber erst, nachdem du dir einiges an Basic-Wissen angeeignet hast. Während du nach guten Infos zu Keywords suchst, liest du von robots und Breadcrumbs und hast plötzlich das Gefühl, dass deine Seite komplett zum Scheitern verurteilt ist, wenn du nicht jetzt sofort herausfindest, wie du Rich Snippets so nutzt, dass du bei Google ganz oben auftauchst. (Wenn dir jetzt ein Riesen-Fragezeichen vor der Stirn hängt, keine Panik! Lies weiter und keep cool!)

Kurs für Texter als Zeitersparnis

Ein Kurs oder eine Ausbildung hingegen nimmt dir die Recherchearbeit ab. Er oder sie filtert die relevanten Infos für dich heraus (zumindest sollte der Texter-Kurs das tun, wenn er gut ist), und leitet dich Schritt für Schritt und aufbauend so vorwärts, dass du am Schluss smarter statt verwirrter dastehst. Ein weiterer Pluspunkt ist es, wenn auch ein Workbook und Übungen dabei sind, bei denen du das Gelernte gleich anwenden kannst.

Input elementar: Das persönliche Feedback auf Text-Projekte

Extra-Bonus: Den gibt es, wenn der/die Kursersteller für Fragen und Feedback zur Verfügung steht, und du vielleicht auch mit anderen Texter-Kollegen connecten kannst, zum Beispiel in einer Facebook-Gruppe oder Whatsapp-Gruppe. Vielleicht setzt ihr Projekte gemeinsam um oder macht Übungen, auf die es Rückmeldungen gibt.

Online Texter Ausbildung - eine sinnvolle Investition?

Gute Kurse für angehende Texter sind leider meist nicht kostenfrei. Ob du in dein Unternehmen (und dich selbst) investieren möchtest, kannst nur du entscheiden. Folgende Dinge können dir aber bei der Entscheidungsfindung helfen:

  • Zeitfaktor: Wie viele Stunden wirst du investieren, um das richtige Lernmaterial selbstständig zu auszugraben und zu lesen? Hast du diese Zeit? Wenn du als Texterin € 50 pro Stunde verlangen könntest, wie viel Verlust hast du dann, wenn du 15 Stunden am Googeln und Lernen bist?
  • Factcheck: Jeder Halbwisser kann Blogposts schreiben. Kontrolliere immer nach, ob die Informationstexte, die du als Wissens-Basis nutzt, auch tatsächlich faktisch korrekt sind. Wenn du einen Kurs kaufst, musst du diesen Factcheck nur einmal machen.
  • Business-Mindset: Sieh dein Unternehmen von Anfang an als echtes Business, auch, wenn es in den Kinderschuhen steckt und dir im Moment noch Null Euro bringt. Würdest du in einen Kurs investieren, wenn du 4000 Euro im Monat verdienst? Ja? Dann solltest du das schon jetzt machen – damit du schneller zu diesen € 4000 gelangst!
  • Learning by Doing: Kurse kommen oft mit Workbooks oder Übungen. Die sind Gold wert – weil du gelerntes Wissen so direkt anwenden kannst.
  • Gehalt Weiterbildung Texter: Wer mehr kann, wird besser bezahlt. Das investierte Kapital bekommst du so ruck-zuck wieder zurück – und darfst dich langfristig über einen höheren Stundensatz freuen.

Freier-Texter-Kurs mit Zertifikat: Ist das besser?

Nicht unbedingt! Es macht zwar unzweifelhaft was her, wenn du „zertifizierter Texter“ auf deine Website schreiben kannst. Aber Kunden interessiert im Endeffekt nur eines: Dass du ihre Texte so schreibst, dass sie verkaufen, konvertieren, gut klingen. Und die meisten potenziellen Kunden haben bereits durchschaut, dass ein Zertifikat keine Garantie für diese Dinge ist. Vor allem nicht, wenn es von irgendeiner X-beliebigen Website stammt. Ich empfehle dir deshalb, einen Kurs nach seinen Inhalten auszuwählen und nicht nach Zertifikat. Tolle Texter Absolventen sind nämlich in jedem Fall richtig viel wert – ganz egal, ob sie eine Zertifizierung vorweisen können oder nicht.

Werbetexter Gehalt Weiterbildung = bessere Ausbildung und mehr Kohle?

Ja! Angehende Werbetexter sind logischerweise noch nicht ganz so auf Zack wie die Creative Directors unter den Textern. Wer Seminare für Texter besucht oder eine “Ausbildung Werbetexter” hinter sich hat, kann seinen Stundensatz mit gutem Gewissen hinaufschrauben – und das auch vor Kunden rechtfertigen.

Guten Texter-Kurs finden – Checkliste

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